Steffi Neu

Neurosen

Steffis Leidenschaften von A bis Z.
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Arbeiten! Radio ist das Größte! Wir sind die Schnellsten. Wir machen schon Gefühle, während andere noch Bilder zeigen. Wir haben die Salbe für die Seele, die Musik. Wir sind die Kumpels für den Tag, die Vertrauten für die Nacht und die Begrüßer am Morgen. Wer Radio hört, verpasst eben nichts. Und da mitmachen zu dürfen, ist der Hammer. Seit über zehn Jahren hämmere ich mich durch den Vormittag. Die WDR 2 Westzeit ist ein Spielplatz, auf den ich jeden gerne einlade. Auch bei 17 Staus ab 3 Kilometern Länge …

Bücher. Lese ich mittlerweile auf dem E-Book. Habe mich lange gesträubt. Aber seit ich einhändig im Dunkeln ohne Brille lesen kann – kriege ich viel mehr geschafft! Und die Gewichtsbegrenzung beim Fliegen ist kein Problem mehr, weil die Koffer nicht bücherschwer sind. Okay, dann ist es was anderes.

Cellulite. Weiß ich nix zu.

Das gute Gespräch. Mit guten Freunden, einem guten Freund, einer guten Freundin, einem Kollegen, einer Kollegin: das Leben einmal auf links ziehen, sich inspirieren lassen, austauschen, beraten werden, beraten. Kritisch in sich hineinhorchen, Anstöße geben und annehmen, auch Positives erkennen. Ganz wichtig!

Essen gehen. Entspannung pur. Worauf haben wir Lust, wer fährt hin, wer fährt zurück? Gerne das volle Programm mit Vorspeise, Hauptspeise, statt Nachtisch gibt’s den Espresso und für ihn den Grappa.

Familie. Gibt Rückhalt. Gibt Sicherheit, Vertrauen und Liebe. Will gepflegt und organisiert sein. Ist Lebensmittelpunkt.

Garten. Langsam komme ich in das Alter, in dem Gartenarbeit Spaß macht und draußen mehr wächst als Gras. Der grüne Daumen ist mir allerdings nicht mitgegeben worden. Mal ertrinken sie, mal verdursten sie, aber es gibt oft genug Phasen, in denen wir in Einklang sind. Die Pflanzen und ich.

Halbmarathon. Ich wollte es unbedingt, habe fast ein Jahr trainiert und es dann getan. In Palma de Mallorca. 21 Kilometer. Ein wunderbares Erlebnis mit viel Spaß am Wegesrand.

Im Internet surfen. Der größte Quatsch der Welt, der größte Service auf einen Klick. Großartig. Leider gibt’s auch Online Shopping …

Kamin. So schön! So gemütlich, einschläfernd und friedlich. An kalten Tagen wird er schon morgens angemacht und brennt bis in den Abend. Unseren können wir auch offen beheizen. Einer der wenigen Vorteile der kalten Jahreszeiten. Dazu ein schönes Glas Rotwein (“Ursprung” von Schneider). Oder ein anderer. Mein Mann ist da der Fachmann.

Kataloge gucken. Macht sehr viel Freude. Bestellen auch. Wenn der Postmann mit dem Paket kommt, ist leider viel zu häufig mein Mann an der Tür. Dann gibt’s Schimpfe. Wenn für ihn nix dabei ist …

Kochen. Am liebsten das, was mein Mann nicht kann, aber gerne isst! Besonders gern für Freunde mit allem Zipp und Zapp. Geh mir weg mit “Gelb-grün-braun” – sprich: Kartoffeln, Gemüse, Fleisch. Lieber was Nudeliges, Reisiges, Aufgelaufenes oder Fischiges oder so. Ohne Soße! Macht dick.

Laufen. Gerne. Am liebsten jeden Tag. Morgens um acht die fünf Kilometer. Später am Tag auch die 15 Kilometer. Dreimal in der Woche laufe ich. Wetter egal. Richtung egal. Hauptsache laufen. Atmen. Kopf frei rennen.

Lesen. Krimis! Ein Mord im Bett ist das Größte! Und nach viermal Einschlafen ist der Fall gelöst. Durch Kommissar Wallander (Henning Mankell), oder Commissario Brunetti (Donna Leon) oder Inspektor Thomas Linley (Elisabeth George). Gerne auch was Lustiges: Ildikó von Kürthy. Klasse. Oder Nick Hornby.

Mitteilungen. Ich bin Anhänger und reger Benutzer von SMSen, MMSen, WhatsApp und dem ganzen Kram. Eigentlich bin ich über diese Funktionen einfacher zu erreichen als übers Telefon. Allerdings bin ich Gegner von übergroßen WhatsApp-Gruppen, in dem jeder Pups mein Handy plingen lässt. Immer gibt es nur die Gruppe “Familie”. Alle anderen temporär … :)

Neu ist mein Nachname. Mein Mädchenname. Ich bin verheiratet, aber diese Kröte hat mein Mann geschluckt, ohne zu zucken. Ich habe meinen Namen behalten. Beste Entscheidung. Mit der, den Mann zu nehmen. Natürlich.

Queekespiere. So heißt unser Karnevalsverein im Dorf, dessen Vorsitzende ich seit zwölf Jahren bin. Wir haben einen eigenen Rosenmontagszug, Abendsitzungen, Kinderkarneval. Wer mal kommen möchte: Büttenmarsch!

Ruhe. Genieße ich vor’m Kamin. Mit einem Buch. Mit einem Glas Wein. Wenn kein Kind ruft, kein Telefon klingelt. Selten. Dafür umso genießbarer.

Sport. Step-Aerobic im Fitness-Studio: ja! Laufen: gerne! Bauchmuskelübungen: klasse, wenn schon ein paar Muskeln da sind.

Veranstaltungsmoderation. Mein Elixier. Wenn aus einem Regieplan ein Erlebnis wird. Wenn Veranstaltungs- und Kommunikationsziele gesteckt werden und ich mich als Moderatorin durch Gespräche hangeln kann. Lächelnd und mit Biss, verbindlich, mit Blick in die Augen. Ich übernehme die Moderation von Podiumsdiskussionen, Fachkongressen, versuche, aber ich freue mich auch über Musiker, Clowns und Akrobaten bei Galaabenden. Und auch die Tombola kriege ich notariell beglaubigt über die Bühne … :)

Wein. Mittlerweile kommen ganze Lkw-Ladungen bei uns an. Aber nicht, weil wir so viel trinken, sondern weil mein Mann im vergangenen Jahr einen kleinen, aber sehr feinen Weinhandel aufgemacht hat. So nebenbei. Jetzt haben wir sogar die Mallorquiner. Und die Österreicher. Und ganz viel sehr Leckeres aus Deutschland.

WDR 2. Der Sender. Mein Sender. Nicht, weil ich Besitzansprüche habe, sondern weil mein Radioherz für ihn tickt. Es hat lange gedauert damals, bis wir uns ineinander verliebt haben. Die Wilde und der Dinosaurier. Mittlerweile habe ich meinen Platz auf diesem großen Wesen gefunden. Und wir verstehen uns richtig gut. Verlieben kann man das auch nennen.

Yoga. Wollte ich immer machen. Mit 40 habe ich den Dreh gekriegt. Einmal in der Woche gehe ich zum Yoga-Kurs, um die “Dehnung auf ein Tässchen Tee einzuladen”, wie mein Yoga-Lehrer Michael immer sagt, während sein Körper an ein Klappmesser erinnert. Meiner nicht so, dafür sind der “herabschauende Hund” und der “Sonnengruß” mittlerweile vertraute Begleiter. Und der Muskelkater am nächsten Tag auch.